Die Initiative "Dorf (er)leben - Bahrenhof-city

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Die Initiative "Dorf (er)leben

Dorf-er-leben
Bahrenhof: Ein Dorf macht sich erlebbar
Eine Initiative aus Neubürgern organisiert Veranstaltungen für die gesamte Gemeinde


220 Einwohner hat die Gemeinde Bahrenhof, von denen 42 in der Werkgemeinschaft Bahrenhof leben. Einen Ortskern sucht man vergeblich, denn das Dorf besteht aus sieben Siedlungsbereichen, hat aber rührige Einwohner, die vor fünf Jahren die Initiative „Dorf (er)leben" gegründet haben.

Wenn sich Fuchs und Hase irgendwo gute Nacht sagen, dann muss das in Bahrenhof sein. Genau deshalb haben sich die Mitglieder der Initiative „Dorf (er)leben" Bahrenhof ganz gezielt als Wohnort ausgesucht. Die Abgeschiedenheit hat zwar ihren Reiz. Aber der Kontakt zu anderen Dorfbewohnern und das Miteinander sind manchmal eben auch wichtig.

Es gibt alte Strukturen im Dorf. Da findet auch etwas statt", erzählt Gerd Mohrmann bei einem Treffen der Initiative. In diese Strukturen hineinzukommen, sei allerdings nicht einfach, manchmal passe es auch einfach nicht. „Es war ganz einfach ein Bedürfnis der Neubürger, sich ab und an zu treffen und Veranstaltungen für alle Dorfbewohner auf die Beine zu stellen", verrät Helga Liedtke in der Aula der Werkgemeinschaft Bahrenhof.
Die Einrichtung für Menschen mit Behinderungen hat eine ganz wichtige Punktion in und für Bahrenhof. Sie hat dafür gesorgt, dass die Gemeinde auch über die Grenzen des Kreises Segeberg hinaus ein Begriff ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass mit der Aula der wahrscheinlich größte Raum in Bahrenhof in der Werkgemeinschaft zu finden ist. Und es gibt noch einen weiteren Pluspunkt auf Seiten der Einrichtung: Nicht nur ihr Leiter Jochen Berghöfer, sondern auch die Mitarbeiter und Bewohner sind offen für alles Neue und freuen sich über jede Gelegenheit des Miteinanders.

So haben bereits Spielenachmitage in der Werkgemeinschaft stattgefunden, von denen die Mitglieder der Initiative und Bewohner gleichermaßen begeistert waren. Höhepunkt in den vergangenen fünf Jahren „Dorf(er)leben“, da sind sich alle einig, war der Kunstsonntag am 25. Juni dieses Jahres, der ebenfalls bei der Werkgemeinschaft stattfand. “Es war einfach irre zu sahen, wie viele Nachbarn in der Umgebung mit Kunst zu tun haben ", schwärmt Helga Liedtke, „Auf dem Kunstfest ist sogar ein Gitarren-Trio entstanden. Das gibt es heute noch", ergänzt Björn Radke. Einig sich die Initiatoren, dass der Kunstsonntag wiederholt werden soll. Allzu oft soll das aber nicht sein. Inzwischen ist ein Wechsel von Kunstsonntag und Dorffest angedacht. Letzteres findet 2018 statt.

Mit dem Singkreis, Waldbegehungen, Fahrradtouren, Handarbeitskreis, Kochkreis und vielem mehr haben die Bahrenhofer Neubürger bereits viel bewegt. Wenn sie gefragt werden, was fehlt, sind sich ziemlich schnell alle einig: Ein frei zugänglicher Dorftreff wäre klasse und Kümmerer, die den Dorfbewohnern unter die Arme greifen sollen, die sich nur noch schlecht selbst versorgen können.

Von Petra Dreu
LN vom 17.11.2017


Bilder vom Spielenachmittag am 4.2.2018

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